Manfred Dick – Der 1000-Kilometer-Traum

Vom Flugplatzkind zum jüngsten deutschen Meister in der Offenen Klasse: Manfred Dick verkörpert eine Generation von Segelfliegern, die mit persönlichem Einsatz, guten Freunden und außergewöhnlichem Ehrgeiz die Grenzen des Machbaren verschob. 1990 gelang ihm von Aachen-Merzbrück aus der zweite 1000-Kilometer-Flug von deutschem Boden aus, der auch hier wieder endete. In der Reihe „Flug-Zeugen“ erinnert sich der gebürtige Aachener an seine Anfänge, die legendäre „Gräfin“ und spricht über sein Engagement zur Förderung der nächsten Generation Segelflieger.

Aufstieg in die Bundesliga

An die Spitze schafft man es mit Ehrgeiz, Zielstrebigkeit und Ausdauer – oder man stolpert einfach hinein. So passierte es den Leistungspiloten des Segelflugzentrums Aachen (SFZ). Kurz vor Schluss der Wettbewerbssaison 2022 stellten sie verblüfft fest, dass sie kurz davor waren, in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Diese Erkenntnis verschaffte ihnen den nötigen Motivationsschub für die die letzten Wertungswochenenden und tatsächlich schafften sie den Sprung unter die besten 25 deutschen Vereine. Seitdem behauptet sich das SFZ Jahr für Jahr stabil unter den Top 10 der Bundesliga-Tabelle – und das gegen eine äußerst starke Konkurrenz, vor allem aus dem Alpenraum.

(Foto: Rudolf Mathar)

Rudi Mathar – Der Fluglehrer-Lehrer

Im Porträt der Reihe „Flug-Zeugen“ erzählt Rudolf „Rudi“ Mathar von einem halben Jahrhundert Vereins- und Flugplatzgeschichte: vom improvisierten Clubheim in einem Eisenbahnwaggon über die ersten Kunststoffsegler bis zum Ausbau von Aachen-Merzbrück zum Forschungsflugplatz – und zur Elektrowinde, die den Segelflug wirtschaftlicher, leiser und nachhaltiger macht.

Herbert Schütz: „Wenn das Wetter gut ist, muss ich fliegen“

Vom ersten Papierflieger und selbstgebauten Modell bis zu den französischen Alpen: In der Reihe „Flug-Zeugen“ erzählt Herbert Schütz von mehr als sechs Jahrzehnten Segelflug. Er berichtet von den Anfängen im Modellbau, den ersten Allein- und Überlandflügen und zahlreichen Außenlandungen. Außerdem geht es um die Faszination des Hochgebirges, die Arbeit als Werkstattleiter und die Frage, wie lange man fliegen sollte.

Günther Lücker – Vom Kohlenschacht in den Himmel

In der ersten Folge der Reihe „Flug-Zeugen“ erzählt LVA-Mitglied Günther Lücker von seiner Entdeckung der Segelfliegerei als 15-jähriger Bergmann-Lehrling Mitte der 1950er Jahre, der damals eher lockeren Ausbildung, von seinen ersten Überlandflügen im „L-Spatz“, seinen Erlebnissen mit Flugdrachen und beim Paragliding und seinen Stolz, als seine Tochter ihren ersten Alleinflug im Segelflugzeug machte. 66 Jahre lang flog Günther alles, was in der Sportfliegerei Flügel hat.

Der Kameramann des BRF filmt die Landung von Flugschüler Florian Dahlen in Merzbrück (Quelle: Luftsportverein Aachen e.V.)

100 Jahre LVA im Belgischen TV

Ein Fernsehteam des Belgischen Rundfunks (BRF) hat das Jubiläum des LVA zum Anlass genommen, beim Windenbetrieb in Merzbrück zuzuschauen und Interviews zu führen. Die Protagonisten des Beitrags: LVA-Veteran und Chef-Windenfahrer Manfred Schultz und Flugschüler Florian Dahlen aus dem belgischen Eupen.

100 Jahre LVA: Ein Jahrhundert Aachener Luftfahrt-Geschichte

Der Luftsportverein Aachen blickt auf eine lange Fliegertradition zurück: Mitte Juli 1926 gründet eine illustre Runde Aachener Ge­schäftsleute den Luftfahrt-Verein Aachen e.V., kurz LVA. Mit dem Vorgänger des heutigen Luftsportvereins soll zum einen der Luftsport voran gebracht werden. Im Vordergrund aber steht die Förderung des modernen Verkehrsmittels Flugzeug und der Anschluss der alten Kaiserstadt  an das internationale „Luftmeer“.

Gemeinsam nach vorn: Die Ausbildungsgemeinschaft

Die Ausbildung zum Segelflugpiloten ist eine aufwendige Sache: Schulungsflugzeuge, Fluglehrer, Prüfer, Theorieunterricht, Unterrichtsmaterialien – all das muss bereit gestellt und von den ausbildenden Vereinen gestemmt werden. Aus diesem Grund beschließen drei der vier Segelflugvereine in Merzbrück, eine Ausbildungsgemeinschaft zu gründen: Der LVA, die Segelfluggruppe Nordstern und die Flugwissenschaftliche Vereinigung (FVA). Zwei Jahre später kommt der Luftsportverein Düren hinzu, der in Bergstein in der Eifel einen eigenen Segelflugplatz mit Windenbetrieb hat. Die gemeinsame Ausbildung ist mittlerweile eine völlige Selbstverständlichkeit – ein neues Gemeinschaftsgefühl entsteht über die Vereinsgrenzen hinweg.