Rückblick auf das Sommerfluglager 2026 in Riesa-Canitz

Dieses Jahr ging es für einige unserer Mitglieder gemeinsam mit der Sportflug Niederberg auf Sommerlager nach Riesa-Canitz.

Am 15.08. trafen sich die Teilnehmenden in Merzbrück und am Meiersberg früh morgens zur gemeinsamen Abfahrt nach Riesa. Mit 10 Flugzeugen und insgesamt 21 Piloten ging es also los in Richtung Osten. Nach ca. 8 Stunden Autofahrt und einigen gemeinsamen Pausen (und Iced Erdbeermarmeladen-Matcha Latte), kamen die ausgehungerten Piloten bei (je nachdem welchen Piloten man fragte) angenehm bis unerträglich heißen 35° am Flugplatz in Riesa an. Das Koch- und Grill-Team des Lagers, bestehend aus Barbara und Burkhard war darauf schon bestens vorbereitet, sodass der Hunger nach dem Aufbauen der Zelte mit leckeren Grillwürstchen im Brötchen (und entsprechend veganer Alternative) gestillt werden konnte.

Auch der Empfang durch den Riesaer Gastgeberverein war sehr herzlich und in einem kurzen Briefing wurden direkt die wichtigsten Fragen zum Objekt geklärt.

Am Sonntagmorgen ging es direkt los mit dem gemeinsamen Briefing, kurz darauf wurden die drei Vereinsdoppelsitzer aufgerüstet. Aus Meiersberg waren die ASK-21 „NA“ sowie die DG-1001 „NB“ dabei, der Aachener Duo Discus XLT „YB“ vervollständigte die Doppelsitzerflotte. Mit 3 Doppelsitzern und 3 Fluglehrern bewaffnet, konnten alle Einweisungsstarts für Scheinpiloten und Einsitzerschüler im Laufe des Sonntags durchgeführt werden und die A-Schüler kamen ebenfalls auf ihre Kosten.

Damit waren die perfekten Voraussetzungen geschaffen um an den nächsten Tagen so richtig loszulegen… oder auch nicht?

Am Montagmorgen wurden die verschlafenen Fliegerkollegen durch den prasselnden Regen auf ihren Zeltdecken geweckt. Die Hoffnung auf Flugbetrieb nahm mit jedem Blick auf das Regenradar weiter ab. Doch die Laune der Lagerteilnehmer natürlich nicht. Kurzerhand wurde von den Jugendleitungen ein Alternativprogramm organisiert. Für einen Großteil der Gruppe ging es nach Pirna zum Lasertag spielen. Ein paar wenigen Lagerteilnehmern war die Regendusche am Morgen wohl noch nicht nass genug und es ging ins Thermalbad nach Dresden. Auf dem Rückweg vom Lasertag machte eine kleine Gruppe noch einen Abstecher zu einer Bunkeranlage in Großenhain.

In den nächsten Tagen zeigte sich das Wetter etwas freundlicher: perfektes Schulungswetter, bei dem auch die Scheinpiloten mit einigen längeren Thermikflügen auf ihre Kosten kamen. Am Mittwoch bot sich außerdem die Gelegenheit zu einer Werksführung im Mannesmannröhren-Werk in Zeithain, die von vielen Teilnehmenden wahrgenommen wurde.

Am Freitag gab es dann endlich das lang ersehnte Überlandwetter. Julius und Tim schafften es mit dem Duo immerhin 318 km bis kurz vor die polnische Grenze – nur für den Rückflug reichte es knapp nicht mehr. Gut, dass unser „neuer“ Duo mit einer zuverlässigen Heimkehrhilfe ausgestattet ist!

Am Samstag zeigte sich das Wetter erneut von seiner regnerischen Seite – ein Ausflug ins Riesaer Nudelmuseum war die einzig sinnvolle Entscheidung. Nur wenige Minuten vom Flugplatz entfernt lag das ultimative Nudelerlebnis – mit herausragendem Nudelwissen und den ein- oder anderen Nudelaccessoires verließ die Gruppe das Museum glücklich und mit gestilltem Wissensdurst – aber mit Nudelhunger, welcher zum Glück beim Abendessen von der Küchenfee Barbara gestillt werden konnte. Wer weiß, was sonst passiert wäre…

Parallel liefen die Vorbereitungen für das abendliche Bergfest schon auf Hochtouren und die Teilnehmenden der zweiten Lagerwoche trudelten nach und nach ein.

Der Abend bot schließlich alles, was zu einem gelungenen Bergfest gehört: gemeinsames Burger-Essen, die obligatorische Nachtflugeinweisung und das ein oder andere hopfenhaltige Kaltgetränk. Als Dankeschön für ihren Einsatz im Lager wurden von den Flugschülern personalisierte Geschenke für die 4 Fluglehrer Fabian S., Fabian B., Thorsten und Tim B., sowie für die fleißige Küchencrew besorgt und übergeben.

Am Montagmorgen wurden die müden Fliegerkollegen ausnahmsweise von durchaus gutem Wetter begrüßt. Ein Blick auf die Wetterapps bestätigt die Hoffnung: Ballerwetter! Der Montag stellte sich letztendlich als der thermisch beste Tag des Lagers raus. Wer früh weg kam konnte sich vor der Ausbreitung aus Riesa wegbasteln –  genau das haben Julius und Nathan im Duo gemacht und konnten so sogar respektable 558 km erfliegen – der längste Flug des Lagers, Glückwunsch!

Auch die anderen Piloten verbrachten viele Stunden in der Luft, sodass sich das Lager auch für die meisten Überlandambitionierten etwas gelohnt haben sollte.

Mittwoch schlug das Wetter leider erneut zu – mit zu niedrigen Basishöhen und vielen Regenschauern musste der Flugbetrieb leider neutralisiert werden. Stattdessen wurden Ausflüge nach Dresden, Leipzig und zu Karls Erlebnisdorf nach Döbeln unternommen.

Die nächsten Tage waren gezeichnet von angenehmem Sommerwetter, mittelmäßig guter Thermik, aber weiterhin hervorragender Gesellschaft.

Wir blicken zurück, auf ein durchaus schönes Lager, mit zwar nur mäßig gütiger Thermik, aber guter Unterhaltung und großen Ausbildungfortschritten. Herzlichen Glückwunsch an Marlene vom SFN, die im Rahmen des Fluglagers ihre 3 ersten Alleinflüge auf der ASK-21 absolvierte, sowie an alle anderen Flugschüler die innerhalb dieser Wochen große Ausbildungserfolge verzeichnen konnten. Wir bedanken uns herzlich bei allen Fluglehrern, der Lagerleitung und Barbara, die zwei Wochen lang für die perfekte kulinarische Versorgung der hungrigen Segelflieger sorgte.

Die Zusammenarbeit der beiden Vereine wurde von allen Seiten als durchweg positiv empfunden, und das nächste gemeinsame Fluglager ist bereits in Planung!