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1964

Lokalderby

Im Frühjahr findet das erste „Aachener Vergleichsfliegen“ statt. Bereits die erste Ausgabe wird zum Erfolg: Verteilt über drei Wochenenden messen sich 55 Segelflieger aus der Aachener Region.

Ursprünglich ins Leben gerufen von LVA-Mitglied Bernd Krückel, wird die Organisation einige Jahre lang von unterschiedlichen Vereinen übernommen. Ab 1969 kümmern sich Rudolf Zeller und Manfred Schultz darum, und das viele Jahre lang. Die Zahl der Anmeldungen liegt meist deutlich über der Zahl freier Plätze. Das liegt am Konzept des Vergleichsfliegens: ein niedrigschwelliges Angebot für Neulinge im Streckenflug und eine Art Familientreffen für alte Hasen, so Rudi Zeller: „Unsere Idee war, dass jeder, der ein Segelflugzeug hat und in Merzbrück privat oder im Verein ist, mitfliegen soll.“

Beliebter Wettbewerb: Der Ansturm auf die 50 Startplätze blieb über drei Jahrzehnte unverändert groß. Luftaufnahme aus den 1990ern (Foto: Luftsportverein Aachen e.V. Bildqualität durch KI verbessert)
Beliebter Wettbewerb: Der Ansturm auf die 50 Startplätze blieb über drei Jahrzehnte unverändert groß. Luftaufnahme aus den 1990ern (Foto: Luftsportverein Aachen e.V. Bildqualität durch KI verbessert)

Da es sich bis in die 1970er Jahre bei der überwiegenden Zahl der teilnehmenden Maschinen um Holzflugzeuge handelt, liegen die ausgeschriebenen Strecken zunächst zwischen 120 und maximal 200 Kilometern. Die Dokumentation wiederum gestaltet sich deutlich aufwendiger als heute. In Zeiten vor GPS, Endanflugrechnern und Loggern ist die Navigation – ausschließlich per ICAO-Karte und Schnapskompass – deutlich mühseliger, zudem müssen die Wendepunkte per Foto dokumentiert, die Filme aus den Kameras nach der Landung in der Dunkelkammer entwickelt und durch die Wettbewerbsleitung ausgewertet werden. Regelmäßig kommt es zu Diskussionen darüber, ob ein Wendepunkt auch wirklich umrundet worden ist. Darüber hinaus muss bei jedem Wertungsflug ein verplombter Höhenschreiber mitgeführt werden, ein sogenannter Barograph. Diese aufwendige Form der Flugdokumentation wird erst um die Jahrtausendwende nach und nach durch das heutige satellitengestützte System ersetzt.

35 Jahre lang bleibt bleibt das Aachener Vergleichsfliegen mit diesem Konzept bestehen. 2001 wird es abgelöst vom EuregioCup