Sommer
Abenteuer Flugplatz
„Über den Wolken – Grenzenloses Abenteuer“ – Unter diesem Motto kommen am ersten Wochenende der Sommerferien rund 30 Jugendliche zum ersten Integrativen Jugendcamp nach Merzbrück, um dort zu zelten, zu spielen, zu feiern – und um zu fliegen: Jugendliche mit und ohne Behinderung, mit deutschen und mit ausländischen Wurzeln, sozial benachteiligte Jugendliche und Jugendliche, die sich in einem Ehrenamt außergewöhnlich engagiert haben.

Sie alle verbringen fünf Tage auf dem Flugplatz mit unterschiedlichsten Aktivitäten, von Volleyball bis Capoeira und Rhönradfahren. Und wer sich traut, darf mit Segelflugzeug oder Motorsegler das Aachener Grenzland von oben bestaunen. Für manchen eine kleine Mutprobe. Piloten, Fluglehrer und Infrastruktur dafür stellt der LVA als Kooperationspartner des Vereins für integrative Jugendcamps e.V., der die Veranstaltung organisiert (und zum größten Teil aus LVA-Mitgliedern besteht: Reinhold und Elisabeth Sänger, Rudi Zeller, Rudi Mathar, Herbert Olivier, Angelika Rebischke. Initiatorin und Haupttriebkraft ist die Lokalpolitikerin Uschi Brammertz).
Die erste Ausgabe wird zum Kraftakt für alle Beteiligten – aber ein voller Erfolg. In den folgenden Jahren wächst die Zahl der Teilnehmer auf 80 bis 100, die Zahl der Betreuer auf 40. Das Integrative Jugendcamp wird bis heute durchgeführt und gefördert von der Stadt Aachen und der Städteregion mit Würselen, Eschweiler und Stolberg, sowie der Gemeinde Vaals und der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens.
21 Ausgaben dieses Jugendcamps gab es mittlerweile auf Merzbrück, selbst in den schwierigen COVID-Jahren konnten sie stattfinden, wenn auch eingeschränkt in Umfang und Teilnehmerzahl.
Seit einigen Jahren organisiert Rudi Mathar das Flugprogramm für die jugendlichen Teilnehmer. Für ist das Engagement des Luftsportvereins in diesem Bereich weit mehr als eine freundliche Geste: „Ich glaube, das ist ein extrem wichtiges Element, dass wir im Flugplatz zeigen, dass wir auch soziale Verantwortung haben. Und dass Fliegen nicht nur etwas ist für einige Auserwählte, sondern für die breite Allgemeinheit. Und das integrative Jugendcamp bringt Jugendliche aus allen möglichen Schichten zusammen, aus allen bildungs- und Einkommensschichten und wir geben die Möglichkeit, da das Fliegen zu erleben.“ Und, nicht ganz unwichtig, fügt er hinzu: „Es wird auch in der Politik wahrgenommen, dass wir am Flugplatz solche Dinge tun.“
